Die Analyse: Österreich siegt 3:0 gegen Luxemburg!

Die Analyse: Österreich siegt 3:0 gegen Luxemburg!

Luxemburg gegen Österreich. Die Nummer 95 gegen die Nummer 25 der Fifa-Weltrangliste. Ein im Vorfeld aufgrund der aktuellen Entwicklungen bedingt durch den Einfluss der Corona-Pandemie von vielen Seiten sehr kritisch gesehenes Testspiel. Trotz der vielen Ausfälle auf beiden Seiten war die Favoritenrolle klar an Österreich vergeben: 6 Duelle – 6 Siege – TV 26:4.

 

Formation 3 – 4 – 3 (realtaktisch) Österreich im eigenen BBS:

 

 

Formation 4 – 2 – 3 – 1 (realtaktisch) Luxemburg im eigenen BBS:

 

LUXEMBURG AGIERTE KOMPAKT GEGEN DEN BALL – ÖSTERREICH ZU STATISCH!

Auf beiden Seiten waren viele neue Spieler in der Anfangsformation. Unter anderem feierte Wiesinger sein Debut für Österreich. Zusätzlich bestritten 4 Akteure ihr 2. Länderspiel für das A-Nationalteam. Für Luxemburg-Trainer Luc Holtz haben die folgenden Nations-League-Spiele Priorität. Insgesamt steht nur ein 20-Mann-Kader für 3 Spiele zur Verfügung. Somit stand vorrangig schonen am Programm.

Die Anfangsminuten verliefen ausgeglichen. Luxemburg war durchaus bemüht einen eigenen Ballbesitz zu praktizieren. Dieser gelang aber nur bedingt. In der Folge übernahm Österreich von Minute zu Minute mehr Kontrolle über das Spiel Geschehen, kam aber über die gesamte 1. Halbzeit kaum in die Angriffszone oder in gefährliche Räume. Luxemburg arbeitete gegen den Ball in einem kompakten, flachen 4 – 4 – 2 und zwang Österreich durch geschicktes Zulaufen und Zustellen der Passwege immer wieder zu gehobenen Bällen oder Diagonalbällen über die erste „Pressinglinie“, die in den meisten Fällen zu keiner weiteren positiven Spielfortsetzung führten. Österreich agierte statisch. Zu wenige konkrete Angebot zwischen den Linien, langsam vorgetragene Ballbesitzphasen ohne die notwendigen Zuspiele in die Tiefe um den Abwehrverbund des Gegners in Bewegung zu bringen und vor Herausforderungen zu stellen. Die beste Chance vergab Thill für Luxemburg, der nach einem Ballverlust von Hinteregger in aussichtsreicher Position den Ball knapp neben das Tor setzte. Somit Pausenstand 0:0!

 

WECHSEL BRACHTEN DIE WENDE – ÖSTERREICH KAM AKTIVER AUS DER KABINE!

Luc Holtz wechselte in der Pause fünf Spieler um diese für die weiteren Aufgaben zu schonen. Österreichs Teamchef Franco Foda brachte Grbic und Dragovic für Kalajdzic und Hinteregger. In weiterer Folge kurz nach der Halbzeit auch noch die beiden LASK-Akteure Ranftl und Balic für die unauffällig agierenden Lazaro und Schaub. Österreich wurde aktiver und versuchte die vorhandene Breite des 3 – 4 – 3 – Systems, insbesondere die rechte Angriffsseite über Trimmel, zu forcieren. Zusätzlich erkannte man nun im Offensiv-Spiel durch die am Spielfeld befindlichen LASK Spieler gewisse Automatismen, die dieses Spielsystem auch unter Trainer Dominik Thalhammer erfolgreich praktizieren. Unter anderem wurden die für jeden Gegner gefährlichen Halb- bzw. Zwischenräume nun aktiv belaufen und bespielt. Luxemburg hingegen konnte kaum noch Ballbesitzphasen verbuchen. Wurde von Balic, Grbic und Ranftl bereits sehr früh tief in der eigenen Spielhälfte unter Druck gesetzt und zu Ballverlusten gezwungen.

 

STANDARDS FÜHRTEN ZU TORERFOLGEN UND LETZLICH DOCH ZUM VERDIENTEN SIEG ÖSTERREICHS!

Aufgrund des zunehmenden Drucks nahmen auch die Standards für Österreich zu. Diese entschieden auch das Spiel zu Gunsten Österreichs.

0:1: – 61. Spielminute: Eckball Trimmel von rechts. Trauner traf per Kopf. Die Raumverteidigung Luxemburgs konnte den einlaufenden LASK-Akteur nicht am Torerfolg hindern!

0:2: – 83. Spielminute: Outeinwurf Trimmel von rechts in den Strafraum auf Grbic. Dieser traf nach Doppelpass mit dem eingewechselten Baumgartlinger wuchtig ins lange Eck.

0:3: – 93. Spielminute: Debütant Wiesinger traf nach Baumgartlinger-Assist flach ins lange Eck.

 

Österreich feierte somit den 4. Sieg in Folge. Neue Spieler werden in den nächsten Tagen zum Team dazustoßen und sich gezielt auf die weiteren Aufgaben vorbereiten. Luxemburg hatte sich vor allem in der 1. Halbzeit defensiv stark präsentiert. Aktuell steht sicherlich eine rasche Regeneration im Vordergrund.

 

Analyse: Thomas Raffl